Umweltschutz bei Toll Collect
16.03.2016 | Stephanie Kunert

Umweltschutz durch die Lkw-Maut

15. März 2016 – Dass Umweltschutz bei Toll Collect groß geschrieben wird, wissen die aufmerksamen Leser dieses Blogs. Aber nicht nur die Toll Collect-Mitarbeiter achten auf Nachhaltigkeit, auch das Mautsystem als solches hilft die Umwelt zu schützen.

Toll Collect hat es sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr ein bisschen umweltfreundlicher zu werden. Aber der Umweltschutz wird nicht nur unternehmensintern umgesetzt. Durch das intelligente Mautsystem werden auch andere Unternehmen angeregt, möglichst umweltfreundlich zu agieren. So zahlen Besitzer von Lkw mit geringen Schadstoffklassen weniger Lkw-Maut.

Der Gesamtbetrag der Lkw-Maut ergibt sich aus der Strecke, die ein Fahrzeug oder eine Fahrzeugkombination auf mautpflichtigen Straßen zurücklegt, und einem Mautsatz je Kilometer, der die Infrastrukturkosten und die Kosten für die verursachte Luftverschmutzung enthält. Der Maut-Teilsatz für die Kosten der verursachten Luftverschmutzung richtet sich nach der Schadstoffklasse. Dabei wird jedes Fahrzeug aufgrund seiner Schadstoffklasse einer der sechs Kategorien A, B, C, D, E und F zugeordnet. Für moderne Lkw der Schadstoffklasse Euro 6 (Kategorie A) werden keine Kosten für die Verursachung von Luftverschmutzung berechnet. Hier fällt nur der Maut-Teilsatz zur Finanzierung der Infrastruktur an.

Die Lkw-Maut beeinflusst Kaufentscheidungen

Umweltfreundliche Fahrzeuge lohnen sich also gleich doppelt – für die Natur und den Geldbeutel. „Von Anfang an ist die Maut so konzipiert worden, dass die Unternehmen einen starken Anreiz haben, möglichst schadstoffarme Fahrzeuge einzusetzen“, sagt Dr. Peter Junker, Umweltbeauftragter der Toll Collect GmbH. Die Entwicklung bei den eingesetzten Lkw ist der Beweis. Transport- und Logistikunternehmen statten ihre Flotten mit modernen Zugmaschinen aus. 2005 betrug der Anteil der Fahrzeuge mit Schadstoffklassen 5 und EEV Klasse 1 an der Gesamtfahrleistung noch weniger als ein Prozent. Ende 2015 waren es dagegen über 90 Prozent, gerechnet auf  die beiden genannten Euronormen und die relativ neue Schadstoffklasse 6. „Die Staffelung der Mautsätze nach Schadstoffklassen beeinflusst ganz klar die Investitionsentscheidungen der Transport- und Logistikunternehmen“, so Junker weiter. Jeder gesparter Cent zählt.

Umweltfreundliche Kontrollmaßnahmen

Seit Januar 2013 werden Kontrollbrücken von Toll Collect mit Strom aus umweltschonenden skandinavischen Wasserkraftwerken betrieben. Außer den 300 Kontrollbrücken kommt Toll Collect aber ohne straßenseitige Infrastruktur aus. Die Maut wird nämlich satellitengestützt über das im Lkw eingebaute Fahrzeuggerät erhoben. „Auch das hilft, die Umwelt zu schonen, weil keine Baumaßnahmen notwendig sind und ein Eingriff in die Natur vermieden wird“, erklärt der Umweltbeauftragte.

Zudem bringt die Lkw-Maut dem Bundeshaushalt dringend benötigte Einnahmen, mit denen sich die Verkehrsinfrastruktur erneuern und verbessern lässt. So helfen beispielsweise intelligente Verkehrsleitsysteme und lärmmindernde Straßenbeläge dabei, die negativen Einflüsse des Verkehrs auf Mensch und Umwelt zu verringern.

 

Mehr zum Thema Mautsystem und Umweltschutz erfahren Sie in unserem Video:

 

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