27.02.2020 | Stephanie Kunert

Toll Collect: Weniger Plastik ist mehr Umweltschutz

Plastikmüll ist ein Problem. Er verschmutzt die Meere, verdreckt Strände, gefährdet Tiere und verändert Ökosysteme dauerhaft. Grund genug also, auch im Büro weniger Plastik zu verbrauchen. Das haben sich die Toll Collect-Mitarbeiter vorgenommen und nach Ideen zur Plastikvermeidung gesucht.

Die Aktion startete mit einem Aufruf im firmeneigenen Intranet. Die Mitarbeiter sollten ihre Ideen und ihre Kreativität für den Umweltschutz einbringen: Wo in den Büroräumen wird unnötigerweise Plastik benutzt? Wie kann man das ersetzen? Und welche Plastikutensilien können einfach gestrichen werden?

Damit zumindest schon einmal beim Kauf von Obst und Gemüse weniger Einwegplastikbeutel anfallen, erhielt jeder Teilnehmer Obstbeutel aus Bio-Baumwolle für den nächsten Einkauf im Supermarkt. Joanna Mielewczyk aus dem Umweltmanagement kümmerte sich um die vielen Ideen, die ihren Kollegen zum Thema Plastikvermeidung einfielen. „Ich bin überwältigt, dass sich so viele Leute mit ganz konkreten Ideen eingebracht haben“, sagt sie.

Die ersten zehn Vorschläge halten nun Einzug ins Büroleben in der Toll Collect-Zentrale:

1.) Lieferanten stärker nach Umweltgesichtspunkten auswählen

Umweltaspekte spielen zukünftig bei den Ausschreibungen eine noch wichtigere Rolle als bisher. Mit ersten bestehenden Lieferanten ist bereits abgestimmt, dass an einem Konzept für nachhaltige Verpackung gearbeitet wird, so dass durchgängig weniger Plastikmüll anfällt.

2.) Kugelschreiber aus recyclebarem Plastik

Kugelschreiber sind ab sofort aus Biokunststoff. Der Kunststoff wird aus Mais, Kartoffeln und anderen Gemüsesorten gewonnen und ist vollständig biologisch abbaubar. Die Minen sind auswechselbar. Auch wichtig: Die Restbestände der alten Kulis werden natürlich nicht weggeworfen.

3.) Kaffeesahne in größeren Packungen

Manchmal kann es so einfach sein: Toll Collect verzichtet auf einzeln verpackte Kaffeesahne-Becher. Stattdessen gibt es größere Milchpackungen in den Kühlschränken.

4.) Umweltfreundliche Büromaterialien

Kollegen haben eine Liste mit umweltfreundlichen Büromaterialien erstellt und sie allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. So geht die nächste Bestellung schnell und umweltfreundlich von statten.

5.) Richtige Mülltrennung

Wenn schon Plastikmüll anfällt, sollte er auch sortenrein entsorgt werden. So klappt auch das Recyceln. Daher gibt es nun Aufkleber auf den Mülleimern, damit auf einen Blick der richtige Mülleimer gefunden wird.

6.) Geschirrspülpulver

Toll Collect stellt in den Teeküchen auf Geschirrspülpulver um und vermeidet damit weiteren Verpackungsmüll durch einzeln verpackte Tabs.

7.) Keine Plastikschwämme

Noch eine Änderung im Bereich der Küche: Ab sofort werden Spülschwämme aus Zellstoff, Leinen und Baumwolle, die 100 Prozent biologisch abbaubar sind, genutzt.

8.) Tupperware für die Küchen

Damit alle Mitarbeiter auf die Einwegplastikverpackungen aus den Restaurants verzichten können, stehen Glasbehälter mit Plastikdeckeln in allen Küchen bereit. Ein bisschen Plastik ist dann zwar immer noch dabei. Da die Behälter aber wiederverwendet werden, ist das immer noch besser als Einwegverpackungen.

9.) Keine neuen Teekocher aus Plastik

Sobald ein bislang eingesetzter Teekocher defekt und nicht mehr reparabel ist, wird er durch ein Gerät ersetzt, das nicht aus Plastik ist.

10.) Interne Weiterbildung

Die Toll Collect-Kollegen informieren sich gegenseitig über das Thema Umweltschutz. In Miniseminaren geben Mitarbeiter ihr Wissen weiter. Beispielsweise machen Kollegen aus der Buchhaltung derzeit ein ‚Zero Waste‘-Experiment und berichteten auch schon von ihren Erfahrungen.

Vielleicht sind diese Ideen für den einen oder anderen Leser eine Anregung, es uns nachzumachen.

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