12.05.2020 | Stephanie Kunert

Rio lässt Telematik zusammenfließen

Telematik im Lkw soll vor allem eines können: den Nutzern praktische Vorteile bringen. Je simpler die Anwendung und je offener das System, umso mehr ist diese Erwartung erfüllt. Rio hat sich das nun zu Herzen genommen.

Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl an Telematiksystemen. Zusätzlich bieten auch die Lkw-Hersteller eigene Lösungen an. Betreiber von Mischflotten, die aus Lkw unterschiedlicher Marken bestehen, stellt das vor eine große Herausforderung. Oftmals werden die Fahrzeuge in unterschiedlichen Software-Systemen dargestellt und eine flottenweite Überwachung der Telematikdaten ist sehr umständlich.

Gemeinsam eine Plattform nutzen

Rio bietet Kunden mit Lkw-Mischflotten seine Dienste jetzt auch ohne Rio-eigene Hardware an. Das heißt, die Telematikdaten aus verschiedenen Systemen können genutzt und zentral verwaltet werden. Möglich macht das die sogenannte Mixed-Fleet-Bridge. Das ist eine Software, mit der Transportunternehmer und Spediteure Daten von anderen Telematikanwendungen ins Rio-System einspeisen können.

Telematik und Digitalisierung sind der Schlagwörter der modernen Logistik

Mittels Telematikanwendungen die Flotte effektiv steuern. So soll moderne Logistik funktionieren. Quelle: ampnet

So erhalten sie Echtzeitdaten zu Lkw-Position oder Kilometer- und Tankstand. Sie können damit ihre Transporte besser steuern und bringen, beispielsweise für ihre Auftraggeber, mehr Transparenz in der Lieferkette.

Ein branchenweites Standard-Flottenmanagement-System, das rFMS, überspielt nach der Einrichtung die nötigen Fahrzeug- und Fahrerinformationen auf den Rio-Flottenmonitor. Zu den von der Mixed-Fleet-Bridge unterstützten Telematikanbietern gehören die Flottenmanagement-Dienste von Scania und die Dynafleet von Volvo.

Zeit und Kosten sparen durch Telematik

Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom erwartet der Großteil der Logistikunternehmen vor allem praktische Vorteile für den Warentransport. Ganz oben auf der Wunschliste ist dabei die Zeitersparnis. Aber auch Kosten sollen gespart werden.

Zeitersparnis steht ganz oben auf der Liste. Das erwarten laut Bitkom-Umfrage Transportunternehmer von der Digitalisierung. Quelle: Bitkom

Auch auf diese Erwartung zahlt das Rio-System ein. Denn die IT-seitige Einrichtung der Mixed-Fleet-Bridge verhindert Standzeiten der Lkw. Die Fahrzeuge müssen nicht mehr in die Vertragswerkstatt für die Hardware-Installation. Das spart Kosten. Zu Corona-Zeiten hat es aber einen weiteren wesentlichen Vorteil: So können auch unnötige Kontakte zwischen Mechanikern und den Fahrern eingeschränkt werden.

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