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27.05.2018 | Stephanie Kunert

„MaB – das Magazin“ – Neue Mautstellen-Terminals und Gewichtsklassen

In der aktuellen Ausgabe von „MaB – Das Magazin“ erklärt Toll Collect-Pressesprecherin Claudia Steen die neue Einteilung der Gewichtsklassen.

Start der Bundesstraßenmaut – Toll Collect ist vorbereitet

Die letzten Monate waren von den technischen Vorbereitungen geprägt. Das neue manuelle Verfahren wurde eingeführt, die On-Board Units (OBU) wurden auf die zentrale Mauterhebung umgestellt, und auch der Aufbau der Kontrollsäulen läuft auf Hochtouren. Mittlerweile ist auf der Website der Bundesanstalt für Straßenwesen die erste vorläufige Tabelle, mit den zukünftig mautpflichtigen Streckenabschnitte veröffentlicht.

Das neue Thema: Gewichtsklassen

Ab 1. Juni 2018 zeigen die Displays in den OBUs die neuen Gewichtsklassen an. Bisher gab es zwei Gewichtsklassen: „nicht mautpflichtig“ für Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und „mautpflichtig“ für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zGG. In Zukunft gibt es vier Gewichtsklassen: Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen zGG sind weiterhin nicht mautpflichtig. Die nächste Einteilung sind Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit einem Gewicht ab 7,5 fünf Tonnen bis 11,9 Tonnen. In die Gewichtsklasse zwei fallen Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 12 Tonnen bis 18 Tonnen und in die dritte Gewichtsklasse fallen Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen über 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

In der der OBU ist grundsätzlich das bei der Registrierung des Fahrzeugs angegebene zulässige Gesamtgewicht dauerhaft gespeichert. Ändert sich das zulässige Gesamtgewicht, weil der Fahrer einen Anhänger an- oder abkoppelt, ist das zulässige Gesamtgewicht vor Antritt der Fahrt auf der OBU anzupassen. Dies gilt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis einschließlich 18 Tonnen. Oberhalb von 18 Tonnen ist keine Anpassung der Gewichtsklasse notwendig.

OBU-Display mit Anzeige der Gewichtsklassen

OBU-Display mit Anzeige der Gewichtsklassen

Das Gewicht der Fahrzeuge wird nicht auf den Kilo genau, sondern in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen deklariert. Es kann keine Gewichtsklasse eingestellt werden, die kleiner ist als das auf der OBU gespeicherte Gewicht. Wichtiger Hinweis: Bei der Wahl der Gewichtsklasse ist es unerheblich welcher Wert innerhalb der Klasse eingestellt wird. In der Gewichtsklasse eins kann man 7,5 Tonnen, 9 Tonnen oder 10,5 Tonnen deklarieren. Am Display erscheint die Anzeige 7,5 bis 11,99 Tonnen. 12 Tonnen, 13,5 Tonnen, 15 Tonnen, 16,5 Tonnen oder 18 Tonnen können in der Gewichtsklasse zwei deklariert werden. Die Display-Anzeige lautet auf 12 bis 18 Tonnen. In der Gewichtsklasse drei ist keine zusätzliche Gewichtsdeklaration notwendig. Das Display zeigt an: größer als 18 Tonnen.

Mitwirkungspflicht des Fahrers bleibt gleich

Weiterer wichtiger Hinweis: Die falsche Auswahl und Einstellung einer der Gewichtsklassen zwischen größer gleich 7,5 Tonnen und größer als 18 Tonnen wird derzeit nicht geahndet. Die Einführung neuer Gewichtsklassen ist nach dem neuen Wegekostengutachten grundsätzlich möglich und vom Gesetzgeber beabsichtigt. Das Bundesfernstraßenmautgesetz wird auf der Grundlage des neuen Wegekostengutachtens schnellstmöglich angepasst. Daraus werden sich neue Mautsätze und neue Mitwirkungspflichten ergeben

Die geltenden Mitwirkungspflichten des Fahrers bleiben gleich. Bis zur Einführung neuer Tarife ist weiterhin die aktuelle Achszahl einzugeben, sofern sie von der auf der OBU personalisierten Achszahl abweicht. Die aktuellen Tarife sind unter www.toll-collect.de  einzusehen. Ab 1. Juli 2018 gelten diese sowohl auf Autobahnen als auch auf Bundesstraßen.

Auf Strecken innerhalb Deutschlands zeigt das Display nach Fahrtantritt dauerhaft den ausgewählten Gewichtsbereich an, sowie die Achszahl und das Kürzel DE. Bei Betriebsbereitschaft leuchtet die LED grün. Nutzt man den Dienst Toll2Go auf Strecken innerhalb Österreichs, wird im Display nur die Achszahl und als Betriebsgebiet das Kürzel AT angezeigt.

Viele Infos auf der Toll Collect Website

Neben dem Filmbeitrag zum Thema Gewichtsklassen gibt es noch viele weitere Infos auf der Toll Collect Website zum Nachlesen. Außerdem gibt es auch eine spannende Lernsoftware. Bereits seit mehr als 10 Jahren wird diese angeboten – und je nachdem was gerade gefordert ist, wird sie auch immer aktualisiert und auf den neuesten Stand gehalten. So kann jeder Fahrer sehen, auf was er sich künftig einstellen muss. Beispielsweise kann man sich auch verschiedene OBU-Typen ansehen und wenn man dann draufklickt, bekommt man einen kleinen Kurs, was man machen muss, um sie richtig einzustellen.

Die neuen Mautstellen-Terminals

Auch bei den Mautstellen-Terminals hat sich einiges getan. Erstens sehen die neuen Mautstellen-Terminals anders aus als die alten. Zweitens ist auch die Menüführung anders. Sie ist jetzt die gleiche wie bei der App und beim PC.

Im Vergleich zu den alten Terminals ergeben sich dadurch auch Unterschiede, vor allem wenn es darum geht, die Buchung abzuschließen. Bei den alten Terminals wurde automatisch ein Beleg gedruckt. Bei den neuen Terminals ist es so, dass bei der Barzahlung eine Grafik erscheint, auf die man draufklicken kann und dann bekommt man automatisch den Beleg.

Zahlt der Kunde mit Tankkarte, Kreditkarte oder Paysafe-Karte, zeigt der Dislay verschiedene Auswahlmöglichkeiten .  Er kann die Möglichkeit „Beleg drucken“, „Buchungsnummer per e-Mail senden, oder auch „per SMS senden“ auswählen. Der Kunde muss den gewünschten Button anklicken.

Wenn ab 1. Juli 2018 rund 52.000 Kilometer Straßen in Deutschland mautpflichtig sind, ist die im manuellen Einbuchungsverfahren die Toll Collect-App die beste Alternative zum Mautstellen-Terminal. Daher wird es in Zukunft weniger Mautstellen-Terminals geben. Am 28.5. 2018 gehen die alten Terminals vom Netz. Und an den Stellen, wo keine neuen Terminals nachkommen, wird es in der Anfangszeit personelle Unterstützung geben. Die sogenannten „Mauthelfer“ zeigen den Kunden, wie die App funktioniert und gehen mit dem Fahrer den Buchungsweg durch. Wer genau wissen möchte, wo in Zukunft die neuen Mautstellen-Terminals stehen, der kann auf der Toll Collect Website nachschauen – hier gibt es den Punkt „Mautstellen finden“.

Verschiedene Arten der Kontrolle – der Kontrollmix

Es wird auf verschiedenen Wegen kontrolliert, ob die Maut korrekt bezahlt wurde. Es gibt die mobile und stationäre Kontrolle des BAG, die Kontrollbrücken auf der Autobahn, und in Zukunft wird es auch die Kontrollsäulen auf den Bundesstraßen geben. Da in der Live-Sendung auch wieder vermehrt Zuschauer danach fragten, ob die Kontrollsäule die Maut berechnet. Hier die Antwort: Die Kontrollsäule kontrolliert, ob die Maut bezahlt wurde. Sie erhebt keine Maut! Und: sie sind auch keine Geschwindigkeitsblitzer. Man kann sie optisch eindeutig von herkömmlichen Blitzern unterscheiden. Kontrollsäulen sind 4 Meter hoch und blau lackiert. Momentan laufen die Aufbauarbeiten der Kontrollsäulen auf Hochtouren – insgesamt rund 600 Stück soll es in Deutschland geben. Die Streckenabschnitte für die Standorte hat das Bundesamt für Güterverkehr vorgegeben.

Häufige Fragen und ihre Antworten bei „MaB – Das Magazin“

Toll Collect macht Roadshows in ganz Deutschland. Dort stellen die Zuschauer viele Fragen und Toll Collect steht Rede und Antwort. Ab hier kann man sich die häufigsten gestellten Fragen und ihre Antworten dazu in der Sendung anschauen …

 

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